Vietnam – Kambodscha – Thailand | Travel Diary Part I

Ihr Lieben, nach über 3 Wochen Stille auf dem Blog, melde ich mich tief gebräunt, wohl erholt und mit einem ausführlichen Travel Diary im Gepäck zurück. Auch wenn es mittlerweile meine dritte längere Reise durch Südostasien war, gibt es so viele verschiedene Reiserouten und noch nicht entdeckte Ecken, sodass jede Reise bisher etwas Besonderes war. Wo die letzten Male immer relativ viel Kulturprogramm dabei war, haben wir uns dieses Mal bewusst für Insel-Hopping – ein guter Mix aus Strand, Meer und Jungle-Spaß – entschieden. So starteten Julia und ich – mit Flug von Hamburg über Dubai – in Ho Chi Minh City, Vietnam.

HO CHI MINH CITY

2 Tage hatten wir in Ho Chi Minh City. Auch wenn die Stadt meiner Meinung nach mit Bangkok oder Singapur bei weitem nicht mithalten kann, war es interessant, eine weitere asiatische Großstadt kennn zu lernen. Bei 35°C, einer Luftfeuchtigkeit von I don’t even know how much und inmitten Millionen von Motorrollern sind wir all day quer durch die City gelaufen und haben uns einfach treiben lassen. Nach 2 Tagen Smog en masse haben wir uns dann umso mehr nach frischer Meeresluft gesehnt: also off we went to Phu Quoc, die größte vietnamesische Insel kurz vor der Küste Kambodschas. 

PHU QUOC

Bereits aus Deutschland hatten wir die Unterkunft in Ho Chi Minh City, die Weiterreise nach Phu Quoc (ganz easy mit dem Flugzeug) und die dortige Unterkunft, das Diadem Resort am Long Beach gebucht. Zwar war der Beach direkt vor der Tür auch mega schön, richtig gelohnt hat sich aber die Tour zum weiter südlich gelegenen Sao Beach: feiner, weißer Sand, türkis-farbenes Wasser, super weitläufig (perfekte Fotolocation!) und einfach paradiesisch. 

Vom Long Beach muss man zwar ein Taxi nehmen, die Fahrt dauert aber nur ca. 20 Minuten und unser Taxifahrer war so lieb und hat mit uns gleich eine Zeit für die Rückfahrt ausgemacht. Pünktlich um 18 Uhr stand der Liebe also da und hat uns (mit Justin Bieber on blast) ganz bequem (dafür aber mit sehr viel Bass und einem kurzem Stop mitten auf der Straße, um den beiden blonden Mädels auf der Hinterbank sein Lieblingslied – Animals von Maroon 5 – auf YouTube zeigen zu können) wieder zurück zum Hotel gefahren. 

All in all, hat sich Phu Quoc auf jeden Fall gelohnt. Unser Hotel ist dank der Lage mit direktem Zugang zum Strand, kurze Wege zu Restaurants etc., Pool, nettem Personal, dem Preis und pretty decent Breakfast auch absolut zu empfehlen. 

Nach 3 Tagen auf Phu Quoc hieß es “Goodbye Vietnam” und “Off to Cambodia!”. Da wir sehr unterschiedliche Meinungen zu den Weiterreisemöglichkeiten nach Kambodscha gehört hatten, haben wir die Weiterfahrt bei einem Reiseanbieter vor Ort gebucht. Für 25 USD (Ja, in Kambodscha bezahlt man in USD. Nur die kleinen Beträge unter 1 USD werden in der eigenen Währung – Riel – ausgegeben) ging es zunächst mit der Ferry nach Ha Tien auf’s Festland. Dort warteten bereits “our people” auf uns, um uns anschließend mit dem Bus bis zur kambodschanischen Grenze und schließlich bis nach Sihanoukville an die Küste zu bringen. Nachdem wir alle Formalien für das kambodschanische Visum geklärt und bezahlt hatten, konnte es losgehen: Julia und ich, ein australisches, super sympathisches Pärchen, unsere beiden Fahrer und ein sehr in die Jahre gekommener Mini-Van, bei dem man nicht ganz sicher sein konnte, ob er es wohl über die Grenze schaffen wird. Und siehe da, so war es auch: Kaum sind wir über die Grenze (was rein organisatorisch super easy und problemlos verlief), hat unser Van den Geist aufgegeben. So haben wir ein kleines Zwangspäuschen einlegen müssen, um auf Benzin zu warten und den Wagen wieder zum Rollen zu bringen. Auch wenn die Fahrt eine halbe Ewigkeit gedauert hat, die nette Company der beiden Sport-begeisterten Australier bot viel Gesprächsstoff. So haben wir uns Stunden über Fitness, Ernährungspraktiken, unsere favorite Fitness-YouTuber etc. unterhalten, wodurch die Zeit until we finally made it to Sihanoukville um einiges schneller verging.

Da Sihanoukville vorerst nur als Zwischenstopp gedacht war, hatten wir vorerst nur eine Nacht gebucht, bevor es am nächsten Tag für 4 Nächte nach Koh Rong ging. Da wir eine Unterkunft an einem Privatstrand gebucht hatten, haben wir die Fähre direkt zum Bungalow anstatt zum Main Pier auf Koh Rong genommen. Für 2 Stunden haben wir zwei also das obere Deck in eine kleine Sonnenterasse umgewandelt und die Überfahrt mehr als genossen. Not a bad start into the day at all.

KOH RONG

Auf Koh Rong, DER Insel Kambodschas waren wir am Palm Beach in einer wunderschönen Bungalow-Anlage direkt am Strand untergebracht. Nach Begrüßungscocktail (ein Hauch von Kokos, eine Spur von Baileys – ziemlich lecker!) haben wir unser frisch renoviertes Bungalow in Beschlag genommen, was traumhaft schön war. Wer einfach mal abschalten will, ist in dieser Ecke der Insel auf jeden Fall richtig: Wifi was supposed to work, hat dann aber doch den Geist aufgegeben und auch der Strom hat des Öfteren mal ne längere Pause eingelegt. Aber das war okay: statt Instagram und co. haben wir jeden Abend Mau Mau gespielt, gelesen (en masse!), beim Strandspaziergang zu unserer Urlaubsplaylist gejamt (und of course lautstark mitgerappt – die Playlist findet Ihr übrigens hier!) und einfach ordentlich Sonne getankt (nicht, dass wir das an irgendeinem Punkt in unserem Urlaub mal nicht getan hätten).

Geht man vom Palm Beach eine gute Stunde durch den Jungle, kommt man zu einem paradiesischen Strand, dem Lonely Beach. Lonely zu Recht, denn bis auf ein weiteres familiengeführtes Strandhotel, weißem Sand und einer Schaukel findet man hier nicht viel. Trotzdem lohnt sich der Weg. Wir sind direkt nach dem Aufstehen los, sodass wir der Hitze noch einigermaßen entkommen konnten und haben uns gefühlt den ganzen Tag kneifen müssen, weil es einfach so so schön war. 

SIHANOUKVILLE

Nach 4 Tagen Idylle pur waren wir wieder bereit für etwas mehr Leben. Da wir realisiert haben, wie viel Zeit wir ja eigentlich noch haben, haben wir beschlossen, noch ein Paar Tage in Sihanoukville zu verbringen bevor es weiter nach Thailand gehen würde. Sihanoukville ist um einiges touristischer und obwohl die Hauptsaison so gut wie um war, war immer noch relativ viel los. Unser Hotel, das Beach Club Resort, lag nur 5 Minuten vom Strand entfernt, wo auch gefühlt alle Restaurants und Bars aneinander gereiht waren. 

Zwar würde ich in Sihanoukville keine zwei Wochen verbringen wollen, nach viel Ruhe auf der Insel war der Kontrast aber genau richtig. Da man auch tagsüber oft angesprochen wird (und das mostly von 10-jährigen Mädchen, die Armbänder verkaufen wollen und ein Verkaufstalent haben, wo sich manche Vertriebler in Deutschland wohl eine Scheibe von abschneiden können oder aber von Frauen, die einem die Füße machen möchten…Pediküre im Sand, though?! Eeeeh no, thanks…), haben wir einen ganztägigen Schnorcheltrip gemacht, bei dem wir noch 3 weitere kleine Inseln entdecken konnten.Auch haben wir hier wohl das heftigste Gewitter unserer ganzen Reise und wahrscheinlich unseres Lebens miterlebt. Tagsüber geregnet hat es tatsächlich nur an einem Nachmittag dort und das war bei ansonsten so viel Sonnenschein dann noch zu verkraften. Nach 4 Tagen haben wir uns dann en route to Koh Chang, Thailand gemacht. Auch in Kambodscha konnten wir die Weiterreise direkt im Reisebüro buchen. Diesmal im Reisebus statt Mini-Van und ohne Panne, trotzdem um einiges länger unterwegs als geplant. Aus angesagten 6 Stunden sind dann doch einige mehr geworden, sodass wir gerade noch die letzte Fähre vom Festland nach Koh Chang bekommen haben. Aber auch wenn die Reisen generell etwas chaotischer sind als wir von zu Hause gewohnt, irgendwie klappt in the end doch immer alles. 

KOH CHANG

Auf Koh Chang, unserem vorletzten Stop der Reise haben wir uns für eine komplette Woche eingebucht und uns (für thailändische Verhältnisse) mal ein bisschen gegönnt. Im Grand View Resort am White Sand Beach hatten wir ein super Cottage mit viel Platz, tollen Betten und einem riesen Badezimmer. Auch das Frühstücksbuffet war das wohl beste und umfangreichste, was wir auf unserer ganzen Reise hatten (dazu und vor allem zur überall erhältlichen “Omelette-Wurst” und der hohen Kunst des Eiertrennens folgt mehr in Part II meines Travel Diary’s). 

Mit dem White Sand Beach haben wir alles richtig gemacht: kein reiner Partyort, sondern viele nette Cafés und Restaurants, ein super Street Food Market (for that daily Coconut Shake!) und dank anfangender Nebensaison auch nicht mehr zu viel los. Ein bisschen weiter südlich und ca. 45 Minuten zu Fuß ist eine weitere wunderschöne und sehr weitläufige Bucht, zu der wir mehrmals hinspaziert sind, um dort den Tag zu verbringen. As you can tell: wir sind gerne zu Fuß unterwegs. Deswegen haben wir auch einen 8-stündigen Hike auf die zwei höchsten Berge der Insel unternommen. Morgens sind wir noch im Regen los, aber die Sonne kam immer mehr raus, sodass wir die Pause auf dem Gipfel im Trockenen verbringen konnten. Wie schnell sich das Wetter aber dann auch wieder zum Negativen wenden kann, haben wir auf dem Rückweg gelernt, als es einfach aus Kübeln gegossen hat und wir 2 Stunden über nasse rutschige Felsen rutschen durften. Dank Wanderstöcke (ohne hätten wir tatsächlich ein Problem gehabt) haben wir es aber heile nach unten geschafft und die heiße Dusche danach umso mehr genossen. Definitiv ein adventure.  

Da Julia und ich häufig zu Spontan-Aktionen neigen, haben wir vor unserer Weiterreise nach Bangkok noch Jack besucht. Jack’s Tattoo Studio, welches mit Blick auf’s Meer direkt am White Sand Beach liegt und neben (Danny Tattoo um Süden) zum Besten der Insel gehört. Und bei 20 €…what can I say…es hat die Entscheidung nochmal um einiges leichter gemacht. Nummer 8 ist also unter der Haut. Klein, aber fein. Falls Ihr also auf der Insel seid, kann ich euch das Studio nur ans Herz legen. Super sauber und sehr professionelle Arbeit. 

Nachdem wir so unseren letzten Abend auf der Insel haben ausklingen lassen (inklusive Coconut Shake, of course), ging es mit Bangkok Airways von Trat nach Bangkok. 90€ One-Way. Zwar für einen Inlandsflug in Thailand nicht ganz günstig, da Bangkok Airways aber den Flughafen in Trat besitzt, hatte man Zugang zur Lounge, which wasn’t too bad at all 🙂 

BANGKOK

Bangkok. Für mich das zweite Mal, aber mindestens genauso cool wie beim ersten Mal. Unser Hostel, das Chao Hostel im Siam Design Hotel und direkt am Siam Square gelegen, ist definitiv zu empfehlen: super Design, tolle Betten, nice View und nettes Personal. Zwar haben wir uns trotz enormer Luftfeuchtigkeit und 35°C noch all day von A nach B bewegt, die nach amerikanischen Verhältnissen starke AC in den vielen Shopping Malls rund um den Siam Square haben wir aber des Öfteren für eine kleine Auszeit genutzt.  

35.000 Schritte später und die Rucksäcke fest geschnallt hieß es für uns auf zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten. Auch wenn manch einem 3 Wochen für’s Rumreisen relativ kurz vorkommen, so haben sich unsere 3 Wochen eher wie 5 oder 6 angefühlt. Nicht einmal habe ich gedacht, wo denn die Zeit ableibt. 3 Wochen waren lang genug, um komplett abzuschalten (Alltag und die abgegebene Masterthesis waren so weit weg), sich zum Ende hin aber auch wieder auf etwas mehr Routine zu freuen. Letztere ist bei mir seit dieser Woche wieder eingekehrt: mein erster “real job”, Upcatchen mit Freunden und Familie, Personal Training, der Blog, Workouts in meinem “Home Gym”. Aber das Wichtigste: all das wird von keiner Masterthesis mehr überschattet. Hello there, life!

Stay tuned für Travel Diary #2, in dem ich Euch meine Food und Fitness Picks unserer Reise zeige.

9 thoughts on “Vietnam – Kambodscha – Thailand | Travel Diary Part I

    1. Liebsten Dank, Mia 🙂 Ja, wenn Ihr noh nie da wart, unbedingt hin! Aber selbst, wenn man schon mal dort war, gibt es immer wieder eine neue Ecke bzw. Route zu entdecken 🙂 Enjoy das lange Wochenende!

    1. Liebsten Dank, Rozy 🙂 Und merci, dass du dir die Zeit genommen hast, mein Travel Diary zu lesen 🙂 Enjoy das lange Wochenende!

  1. Wow, da habt ihr in drei Wochen aber echt viel gesehen. Die Route hört sich wirklich toll an und die Bilder bestätigen den Eindruck.

    Ich habe gerade erst über meine Zeit auf Koh Rong Samloem gebloggt, der kleinen Schwester von Koh Rong. Ebenfalls sehr zu empfehlen 🙂

    1. Hallo Jana, liebsten Dank für deinen Kommentar 🙂 Uuuuh das glaube ich! Wir hatten auch überlegt, ob wir die Insel noch mit in die Route nehmen, da wir auch nur traumhaftes gehört haben. Dann schau ich mir doch mal deinen Reisebericht an 🙂 Hab ein schönes Weekend!

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